Hätten Sie es bemerkt? Sohn als Mutter getarnt, um Rente zu kassieren

Ein 58-jähriger Italiener gab sich jahrelang als seine verstorbenen Mutter aus

Ein 58-jähriger Mann aus Norditalien hat jahrelang eine ungewöhnliche Täuschung betrieben. Er gab sich als seine eigene Mutter aus, um die Rentenansprüche der seit Jahren verstorbenen Frau einzustreichen. Die Maske brach schließlich zusammen, als er beim Standesamt aufflog. Der Fall sorgte in der Region für große Aufregung und schockierte nicht nur die Behörden, sondern auch die Nachbarn.

Die Geschichte ist tragisch und zeigt, wie weit ein Mensch gehen kann, um finanzielle Vorteile zu erlangen. Der Mann, der nach Angaben italienischer Medien arbeitslos ist und als Krankenpfleger tätig war, nutzte seine Kenntnisse, um sich in die Rolle seiner Mutter zu verkleiden. Dabei gelang es ihm, die Rentenleistungen über mehrere Jahre zu kassieren, ohne entdeckt zu werden.

Verdacht bei einem Termin im Standesamt

Der Vorfall begann am 11. November, als der Mann im Standesamt von Borgo Virgilio einen neuen Personalausweis beantragen wollte. Die zuständige Standesbeamtin bemerkte dabei merkwürdige Details. Die Person auf dem Ausweis sah zwar der Frau sehr ähnlich, doch etwas an ihrer Erscheinung stimmte nicht. Die Haare am Nacken, das starke Make-up und sogar die Barthaare, die durch die Schminke hindurchschimmerten, ließen die Mitarbeiterin Zweifel hegen.

Nachdem die Beamten den Verdacht geäußert hatten, informierte sie den Bürgermeister. Dieser setzte die Polizei in die Angelegenheit ein. Die Ermittlungen begannen mit einer Überprüfung der Datenbanken sowie der Videoaufnahmen der Überwachungskameras. Dabei fielen weitere Ungereimtheiten auf: Die 85-jährige Graziella Dall’Oglio hatte keinen Führerschein, doch die Person war mit einem Auto gekommen. Zudem stellte man fest, dass die Unterschriften in den Dokumenten nicht vollständig mit der Originalunterschrift übereinstimmten.

Die Falle des Rathauses

Die Polizei und der Bürgermeister entschieden, eine Falle zu stellen. Sie kontaktierten den Sohn und ließen ihn wissen, dass seine Mutter ins Rathaus kommen müsse. Da Graziella Dall’Oglio kein Telefon besaß, wurde der 58-Jährige informiert. Er versprach, seine Mutter zu begleiten.

Beim zweiten Termin im Standesamt war die Situation anders. Neben der Standesbeamtin waren auch ein Polizist in Zivil und der Bürgermeister anwesend. Die Person, die ein Damenkostüm trug, bewegte sich langsam und war gut geschminkt. Doch die Details, die der Bürgermeister beobachtete, ließen keine Zweifel mehr bestehen: Der Hals wirkte zu kräftig, die Haut sah nicht wie die einer 85-Jährigen aus, und die Stimme hatte ab und zu männliche Töne.

Geständnis und schockierender Fund

Nachdem die Polizei den Mann festgenommen hatte, gestand er seine Täuschung. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten im Waschkeller eine in eine Decke eingewickelte, mumifizierte Frauenleiche. Die Leiche gehörte Graziella Dall’Oglio, die bereits vor drei Jahren verstorben war. Der Tod der Frau blieb bis dahin unentdeckt.

Der Bürgermeister bezeichnete die Geschichte als „sehr, sehr traurig“ und sprach von einer „Geschichte tiefer Einsamkeit“. Es bleibt unklar, warum der Mann so weit ging, doch die Tatsache, dass er jahrelang unbemerkt blieb, unterstreicht die Schwierigkeiten, solche Fälle zu erkennen.

Weitere Themen aus der Region

In der Region gibt es noch andere Geschichten, die Aufmerksamkeit erregen. Eine Mutter berichtet in einem Monolog über ihre Erfahrungen mit dem Leben als Elternteil. Andere Beiträge behandeln Probleme mit dem Niersexpress oder die Notwendigkeit von mehr Stellvertretern in bestimmten Bereichen. All diese Berichte zeigen, wie vielfältig das Leben in der Region ist und welche Herausforderungen Menschen dort täglich meistern.

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