Ist Timothée Chalamet der neue DiCaprio?

Timothée Chalamet: Auf dem Weg zu den Großen

Timothée Chalamet hat sich nie versteckt, wenn es darum geht, seine Ambitionen zu offenbaren. In einem Interview erzählte er, dass er als junger Mann einen „wahnhaften“ Traum hatte – nämlich, in seiner späten Teenagerzeit eine Karriere als Schauspieler zu machen. Heute, mit 30 Jahren, ist dieser Traum Realität geworden. Seine Arbeit auf der Leinwand hat ihn zu einer der führenden Figuren in Hollywood gemacht.

Chalamet wurde bereits zweimal für den Oscar nominiert, unter anderem für seine Darstellung von Bob Dylan im Biopic „Like a Complete Unknown“. Mit seinem neuen Film „Marty Supreme“ wird er auch bei der nächsten Oscar-Verleihung 2026 wieder als Favorit gelten. Doch er hat Konkurrenz – und zwar von Leonardo DiCaprio, der seit langem als einer der bedeutendsten Schauspieler des Films gilt.

Parallelen zwischen zwei Stars

Es ist nicht verwunderlich, dass Medien und Fans oft Parallelen zwischen Chalamet und DiCaprio ziehen. Beide haben ihre Karrieren mit kleineren Rollen begonnen und später durch herausragende Filme international bekannt gemacht.

Für DiCaprio war es die Tragikomödie „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“, für die er 1994 mit 19 Jahren als bester Nebendarsteller nominiert wurde. Drei Jahre später brachte ihm „Titanic“ den endgültigen Durchbruch. Bei Chalamet hingegen war es das romantische Drama „Call Me by Your Name“ aus dem Jahr 2017, das ihm internationale Anerkennung verschaffte. Damals war er erst 22 Jahre alt.

Seither hat Chalamet in verschiedenen Genres gezeigt, was er kann: vom Science-Fiction-Film „Dune“ über die Musicalkomödie „Wonka“ bis hin zu „Like a Complete Unknown“. Zusammen mit DiCaprio spielte er auch in dem satirischen Katastrophenfilm „Don’t Look Up“.

Ehrgeiz und Präzision

Eines der Merkmale, die beide Schauspieler verbindet, ist ihr Ehrgeiz. Chalamet folgt dem Rat seines älteren Kollegen: „Leonardo DiCaprio sagte mir: ‚Keine Superheldenfilme, keine harten Drogen‘. Das fand ich sehr gut.“ Beide sind äußerst akribisch und ehrgeizig in ihrer Arbeit.

Für seine Rolle als Tischtennis-Spieler in „Marty Supreme“ trug er Kontaktlinsen, um seine Sicht zu verwischen und glaubwürdig eine Brille zu tragen. Er trainierte sogar mit einer Tischtennisplatte. Für das Dylan-Biopic bereitete er sich jahrelang vor, lernte Gitarre und Mundharmonika spielen. Chalamet ist bekannt dafür, hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen.

In einem Interview sagte er: „Ich weiß, dass die Leute normalerweise nicht so reden, aber ich möchte zu den Großen gehören.“ Und: „Meine Superkraft ist meine Furchtlosigkeit.“ Ob dieses Selbstbewusstsein als arrogant empfunden wird oder als berechtigt, bleibt Geschmackssache.

Rummel um die Person

Auch Chalamet steht stets im Rampenlicht. Sein Privatleben, sein Modestil und sein Auftreten abseits der Leinwand sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Besonders intensiv ist das Interesse an seiner Beziehung zur Unternehmerin Kylie Jenner. Doch es geht nicht nur um das private Leben – auch seine Looks auf roten Teppichen werden oft thematisiert.

Seine extravaganten Outfits, wie ein rückenfreies Top, wurden lange als Zeichen einer neuen Männlichkeit in Hollywood gesehen. Mittlerweile scheint er jedoch bewusst von diesem Image abzuwandeln und zeigt sich in sportlicher Streetwear.

Eine regelrechte „Chalamania“

Das US-Magazin „Interview“ verglich die Popularität von Chalamet 2018 mit der „Leomania“ um Leonardo DiCaprio in den 90er Jahren. Der Schauspieler hat mittlerweile noch mehr Aufmerksamkeit erfahren. Als er zur Berlinale kam, bildete sich eine riesige Schlange vor der Pressekonferenz. Ein Festivalgänger sagte, dass es so etwas noch nie gegeben habe – nur Madonna vor über 20 Jahren hatte damals einen ähnlichen Hype ausgelöst.

Similar Posts

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *