80er-Superstar Debra Winger: 3 Oscar-Nominierungen, 45 Jahre Karriere & ein Geheimnis zu “E.T.”
Die Legende der 1980er-Jahre: Debra Winger
In den 1980er-Jahren war die Filmwelt von einer Vielzahl von Schauspielern geprägt, die bis heute als ikonisch gelten. Männer wie Michael Douglas, Eddie Murphy, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone standen im Rampenlicht. Doch auch unter den Frauen gab es Künstlerinnen, die sich durch ihre außergewöhnliche Darstellung und ihre Stärke in den Rollen einen Namen machten. Glenn Close, Sigourney Weaver und Kathleen Turner zählen zu diesen Stars. Doch eine weitere Darstellerin, die damals in den Medien sehr präsent war, ist heute vielen jüngeren Zuschauern kaum noch bekannt – und doch war sie in ihrer Zeit eine der bedeutendsten Schauspielerinnen.
Debra Winger, heute 70 Jahre alt, war in den 1980er-Jahren eine der prominentesten und gefragtesten Schauspielerinnen. Sie erhielt drei Oscar-Nominierungen und war für ihre leidenschaftlichen, hingebungsvollen Auftritte bekannt. Ihre Karriere begann nicht mit großen Filmen, sondern mit kleineren Rollen, die ihr später den Weg zum Erfolg ebneten.
Der Durchbruch in den 1980er-Jahren
Wingers Karriere begann mit kurzen Auftritten in Sexploitationfilmen und der kultigen Superhelden-TV-Serie „Wonder Woman“. Erst 1980 brachte ihr James Bridges’ „Urban Cowboy“ den Durchbruch. In diesem Beziehungsdrama spielte sie die selbstbewusste junge Tänzerin Sissy und überzeugte mit ihrer Darstellung. Dies brachte ihr erste Nominierungen für den Golden Globe und den BAFTA-Award ein.
Zwei Jahre später hatte sie eine ungewöhnliche Rolle in Steven Spielbergs Sci-Fi-Märchen „E.T.“. Obwohl sie nicht direkt im Film zu sehen war, steuerte sie experimentell verfremdete Sprachaufnahmen bei, aus denen später die Stimme des Außerirdischen entwickelt wurde. Damit kann sie mit Recht behaupten, indirekt in einem der größten Klassiker des Popcorn-Kinos zu hören.
Komplexe Frauenrollen und Oscar-Nominierungen
Die erfolgreichsten Jahre ihrer Karriere folgten in den späten 1980er-Jahren. Winger begeisterte mit komplexen, vielschichtigen Frauenrollen. In „Ein Offizier und Gentleman“ (1982) spielte sie an der Seite von Richard Gere und erhielt ihre erste Oscar-Nominierung. Ein Jahr später folgte eine zweite Nominierung für ihre feinfühlige Darstellung einer krebskranken Frau in „Zeit der Zärtlichkeit“.
1986 war sie in dem beliebten Krimi-Komödien-Klassiker „Staatsanwälte küsst man nicht“ zu sehen, in dem sie mit Robert Redford ein wunderbar-ironisches Schauspielduell auf Augenhöhe liefert. Dieser Film gilt bis heute als eines der Highlights ihres Werks.
Eine Pause und eine neue Laufbahn
Nach den 1980er-Jahren schloss Winger ihre Filmkarriere vorübergehend ab. Es folgten einige weniger erinnerungswürdige Thriller, bevor sie in den 1990er-Jahren eine Pause vom Filmgeschäft einlegte. Dennoch gelang ihr bis dahin noch ein Achtungserfolg: ihre dritte Oscar-Nominierung für Richard Attenboroughs biografisches Drama „Shadowlands“ (1993).
Doch die Schauspielerei ließ sie nicht los. Nach mehr als fünf Jahren Pause kehrte sie in den frühen 2000er-Jahren in kleinen Nebenrollen zurück. Danach entdeckte sie ein neues Format: TV-Serien. Seit 2015 ist sie in verschiedenen Serien zu sehen und hat sich dort als erfahrene Darstellerin etabliert.
Die Serienkarriere
Winger spielte vier Jahre in der Netflix-Produktion „The Ranch“, der langlebigsten Sitcom in der Geschichte des Streaming-Dienstes. Danach folgten Rollen in der Agenten-Dramedy „Patriot“, im Comedy-Format „Mr. Corman“ und zuletzt in der Crime-Serie „Accused“. Diese Vielfalt zeigt, dass sie sich stets mutig und unkonventionell in ihren Rollen entschied.
Debra Winger hat in ihrer Karriere immer wieder bewiesen, dass sie nicht nur talentiert, sondern auch unangepasst und selbstbestimmt ist. Ob auf der Leinwand oder in der Fernsehserie – sie hat sich immer neu definiert und bleibt bis heute eine beeindruckende Figur in der Filmgeschichte.

