„Wicked“-Rolle brachte Ariana Grande an ihre Grenzen: „Fast zu persönlich“

Ariana Grande und die tiefere Seite von Glinda

Ariana Grande hat in “Wicked: Teil 2” erneut die Rolle der guten Hexe Glinda übernommen. In einem Interview spricht sie über ihre Erfahrungen auf dem Set, über die Herausforderungen, die sie dabei bewältigen musste, und über einen Moment, der sie bis heute beeinflusst.

Für alle, die nicht mit dem Musical-Universum vertraut sind: “Wicked” erzählt die Vorgeschichte der Hexen aus “Der Zauberer von Oz”. Die Geschichte dreht sich um Glinda und Elphaba, zwei Hexen, deren Leben sich im zweiten Teil des Films an einem emotionalen Scheidepunkt befindet. Glinda, die im ersten Teil noch strahlend und perfekt war, zeigt nun tiefe Risse unter ihrer hellen Fassade. Zweifel, Einsamkeit und Trauer machen “Wicked: Teil 2” zu einem emotionaleren und dunkleren Film.

Grande selbst ist seit ihrer Kindheit ein großer Fan des Musicals. Für sie ist diese Rolle eine der persönlichsten Herausforderungen ihrer Karriere. Sie betont, dass Glinda eine komplexe Figur ist, die sowohl eine perfekte Oberfläche als auch tiefes Leiden in sich trägt. “Glinda hat diese perfekte, helle Oberfläche – und gleichzeitig so viele Schatten in sich. Unsicherheiten, dieses Bedürfnis, geliebt und gesehen zu werden”, erklärt sie.

Besonders intensiv war für Grande die Arbeit an Szenen, die spontan entstanden sind. Ein Beispiel dafür ist eine emotionale Sequenz, bei der das Wetter plötzlich umschlug. “Das war wunderschön. Wenn du einen Menschen wirklich von innen kennst, kannst du alles loslassen und einfach ehrlich reagieren.”

Musikalisch hat Grande eine neue Seite an sich entdeckt. Besonders in den Songs “Thank Goodness” und “For Good” zeigt sie ihre Emotionen. “Thank Goodness” zeigt Glinda in einem Moment, in dem sie funktionieren muss, obwohl in ihr alles durcheinander ist. “For Good” ist für sie fast zu persönlich. “Diese Verletzlichkeit zu spielen – das hat mich verändert”, sagt sie.

Die Rolle hat Grande auch privat beeinflusst. Sie hat viel über Glindas Kindheit nachgedacht und darüber, wie die Erwartungen auf ihr lagen. “Diese Verletzlichkeit zu spielen – das hat mich verändert”, betont sie.

Ein rührender Moment außerhalb des Sets war der Auftritt mit dem vierjährigen Fan Remington bei “Wicked: One Wonderful Night”. In der Special-Show sang sie mit ihm gemeinsam den Song “Popular”. “Er war einfach perfekt. So süß, so offen. Diesen Moment werde ich immer in meinem Herzen tragen”, sagt Grande.

Auch die Zusammenarbeit mit Cynthia Erivo, ihrer Elphaba, hat sie geprägt. “Wir teilen dieselbe Einsamkeit – nur auf unterschiedliche Weise. Das zu spielen war unglaublich berührend.” Zudem hat sie hinter den Kulissen etwas gefunden, das für sie zur Botschaft des Films passt: “Die Produktion war extrem nachhaltig umgesetzt. Das fühlt sich wie echte ‘Goodness’ an: Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für die Leinwand.”

Am Ende bleibt für Grande vor allem die Erkenntnis, dass die Rolle ihr etwas gezeigt hat, das sie selbst lange verborgen hielt. “Ich musste für Glinda wirklich alles geben – Fokus, Kraft, Seele. Und dabei habe ich gelernt, wie mutig Verletzlichkeit sein kann.”

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