Warum das? 5 Filmrollen, die nerven
Filme, bei denen man die Hauptfiguren am liebsten wachrütteln möchte
Es gibt Filme, bei denen man als Zuschauerin nicht nur zusieht, sondern regelrecht schreien möchte – weil die Entscheidungen der Hauptfiguren so offensichtlich schlecht oder selbstzerstörerisch sind. Ob Liebesfilme, in denen Protagonistinnen ihre Gefühle verkomplizieren, oder Thriller und Dramen, in denen riskante Handlungen alles aufs Spiel setzen: Diese Filme ziehen uns gerade durch die Frustration emotional in ihren Bann. Sie suchen solche Filme? Hier sind fünf Titel, bei denen man sich unweigerlich wünscht, die Figuren wachzurütteln und ihre Entscheidungen zu beeinflussen.
1. Love, Rosie
Ein typisches Beispiel ist „Love, Rosie“ (2014). Rosie und Alex sind beste Freunde, die eigentlich füreinander bestimmt zu sein scheinen – zumindest wird das von außen in den ersten Minuten klar. Trotzdem treffen sie immer wieder Entscheidungen, die ihre Liebe verzögern oder zerstören: Missverständnisse, zögerliches Handeln und unklare Kommunikation führen dazu, dass man als Zuschauer*in permanent schreien möchte: „Sag es ihm endlich! Ruf sie an! Lass nicht alles kaputtgehen!“. Der Film lebt von diesen emotionalen Stolpersteinen und genau das macht ihn gleichzeitig so frustrierend und herzerwärmend.
2. A Star is Born
„A Star is Born“ (2018) erzählt die Geschichte von Jackson „Jack“ Maine, einem erfolgreichen, aber selbstzerstörerischen Musiker, und Ally, einer talentierten Sängerin, die kurz davor steht, entdeckt zu werden. Jack fördert Ally zwar, sabotiert aber gleichzeitig immer wieder ihre Beziehung durch seine Sucht und impulsiven Entscheidungen. Als Zuschauer*in sieht man klar, dass sein Verhalten destruktiv ist, und man möchte ihm ständig zurufen: „Kümmer dich um dich selbst, bevor du alles zerstörst!“. Ally muss zwischen ihrer Karriere und Jacks emotionalen Problemen navigieren, was ihre Situation komplex und frustrierend macht. Der Film lebt von diesen emotionalen Spannungen: Liebe, Talent und Ambition treffen auf persönliche Dämonen und unkluge Entscheidungen.
3. A Quiet Place
Ein weiteres Paradebeispiel ist „A Quiet Place“ (2018): In dieser postapokalyptischen Geschichte lebt eine Familie in absoluter Stille, um tödliche Kreaturen zu überleben. Die Hauptfiguren treffen immer wieder riskante Entscheidungen, die das Überleben ihrer Kinder gefährden. Schon ein kleiner Moment Unachtsamkeit kann tödlich sein, und man denkt sich vor dem Fernseher nur: „Warum gehst du da hin? Warum machst du das Geräusch?“.
4. Bird Box
Ebenso frustrierend ist „Bird Box“ (2018). Sandra Bullocks Figur muss mit zwei Kindern durch ein gefährliches Gebiet fliehen, während unsichtbare Kreaturen jeden töten, der sie ansieht. Ihre Entscheidungen wirken oft emotional, aber unüberlegt: Man weiß als Zuschauer*in, dass jede falsche Abzweigung tödlich sein könnte, und man möchte sie am liebsten in die richtige Richtung zerren.
5. Uncut Gems
Ein etwas unbekannterer Titel, aber ebenso passend ist „Uncut Gems“ (2019). Hier geht es um Howard Ratner, einen charismatischen, aber extrem selbstzerstörerischen Schmuckhändler in New York. Howard ist ständig auf der Suche nach dem großen Gewinn und trifft dabei eine Reihe impulsiver und riskanter Entscheidungen – sei es bei Wetten, Geschäftstransaktionen oder im Umgang mit seiner Familie. Schon früh im Film wird deutlich, dass jeder neue Deal oder jede riskante Wette seine Situation verschlimmern wird, und als Zuschauer sitzt man permanent auf Spannung, gleichzeitig frustriert über seine Unvernunft. Howard ignoriert offensichtliche Warnzeichen, überschreitet Grenzen und setzt alles aufs Spiel – manchmal buchstäblich sein Leben. Seine Gier, Impulsivität und sein Hang zum Chaos machen jeden Moment nervenaufreibend.

