„Kleine Hape“: Kinderstar Julius Weckauf verliebt zum 18.

Julius Weckauf: Von Hape Kerkeling bis zu eigenen Träumen

Julius Weckauf ist nicht nur der junge Schauspieler, der Hape Kerkeling in dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ gespielt hat. Er ist auch ein junger Mann mit klaren Vorstellungen, einem starken Willen und einer Menge Humor. Der Film, in dem er 2017 seine Rolle als kleiner Hape Kerkeling verkörperte, war ein großer Erfolg – und für ihn eine wichtige Chance, sich in der Branche zu etablieren.

Seitdem hat er sich weiterentwickelt. Zuletzt war er in der Rolle von Justus Jonas aus den „drei ???“ im Kino zu sehen. Die Dreharbeiten auf Gran Canaria seien „die geilste Zeit“ seines Lebens gewesen, berichtet er. Dabei hat er sich gut mit seinen Kollegen Nevio Wendt und Levi Brandl verstanden. „Wir zählen uns alle zu unseren besten Freunden, wir hatten nie Streit“, sagt er. Es sei viel gelacht worden, besonders an den Wochenenden. Obwohl sie nicht 18 Jahre alt waren, hätten sie gern mal ein Bier getrunken, doch so blieb es bei dem Klassenfahrtscharakter.

Weckauf feiert am 27. Dezember seinen 18. Geburtstag. Für ihn ist das ein besonderes Jahr. „Wenn man 18 ist, ist man für alles freigeschaltet.“ Am meisten freut ihn, dass er dann Auto fahren darf – ohne Begleitung. Er hat bereits seinen Führerschein, fährt aber noch mit seiner Oma durch die Gegend. Sie ist 86 Jahre alt und hat seit 35 Jahren nicht mehr selbst am Steuer gesessen. Sein Opa ist Bauer, was bedeutet, dass er früh Traktorfahren gelernt hat.

Ein Leben voller Begegnungen

Weckauf wächst in Jüchen bei Grevenbroich auf, einem Ort, der bekannt ist für seine Verbindung zu Hape Kerkeling. In seinem Heimatort hat er einen engen Kontakt zur Familie und kennt fast jeden. Bei seiner Geburtstagsfeier am 27. Dezember werden mindestens 65 Leute dabei sein. „Zum 18. muss man ja alle einladen, die man kennt.“ Und auf dem Dorf kennt jeder jeden. Auch seine heutige Freundin, Charlotte, kennt er schon lange. Sie wohnt nur 500 Meter entfernt. Ihre Eltern sind befreundet, und Julius war schon als kleiner Junge in sie verliebt. „Ich fand Lotte schon immer toll.“

Lotte studiert in Köln auf Grundschullehramt und ist ein halbes Jahr älter als Julius. Obwohl sie sich gut verstehen, interessiert sie sich nicht besonders für die Filmerei. „Sie unterstützt mich natürlich und geht mal zu einer Filmpremiere mit, aber das ist kein großes Thema.“ Auch Julius selbst ist nicht der typische Star-Typ. „Ich bin nicht der klassische Typ für roten Teppich und Scheinwerferlicht.“

Traum vom Land und Pool

Seine Traumvorstellung für die Zukunft ist klar: „Das letzte Haus am Feld – aber mit Pool.“ Er möchte in der Nähe seines Heimatorts leben, vielleicht sogar in Jüchen. „Meine Traumvorstellung von in zehn Jahren ist: Bei uns in Jüchen oder in der Nähe das letzte Haus am Feld, frei stehend, und wenn’s richtig gut läuft, ein eingelassener Swimmingpool.“ Berlin müsse man zwar einmal machen, aber er würde nicht dauerhaft dort bleiben. „Dann mit Großstadtschock wieder in die Heimat fahren.“

Für Julius ist die Schauspielerei mittlerweile ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat im Januar die Schule geschmissen, weil er sich nicht mehr für viele Fächer begeistern konnte. „Ich habe mich schon seit der achten Klasse nicht mehr für manche Fächer begeistern können.“ Trotzdem hatte er einen guten Schnitt von 2,5. Doch er wollte sich auf das konzentrieren, was ihm Spaß macht. „Jetzt bin ich viel zufriedener.“ Wenn er nicht schauspielerisch tätig ist, hilft er in der Schreinerei seines Bruders. Im September hat er dort über 100 Stunden gearbeitet.

Zukunftsängste und Hoffnung

Manchmal plagt ihn die Angst vor der Zukunft. „Ein Nine-to-five-Job wäre der Horror für mich. Ich liebe die Abwechslung.“ Doch er weiß, dass es nicht garantiert ist, dass er seine Karriere als Schauspieler weiter verfolgen kann. „Da habe ich manchmal auch Zukunftsängste.“ Aber das nächste Jahr sieht bereits vielversprechend aus.

Er ist in der Lage, unterschiedliche Generationen anzusprechen. Auf der Bahn, wenn er Apfelschorle trinkt und Focaccia isst, wird er oft erkannt. „Da fahren immer so Piccolöchen-Frauen mit, karnevalistisch ausstaffiert, und dann geht es los: ‚Hach, guck mal, da ist doch der Hape? Hape, Hape!‘ Tja, und da steig’ ich dann meistens drauf ein, dann heiz’ ich dem Waggon mit Karnevalsliedern ein.“

Auch jüngere Menschen kennen ihn von den „drei ???.“ Neulich war er in einem Kölner Brauhaus, wo junge Leute ihn erkannten und ihn zum Trinken einluden. „Hey Bruder, bist du Justus Jonas? Du bist ein Ehrenmann, du bist der Gott! Komm, trink ein Kölsch mit uns!“

Julius Weckauf hat Potenzial. Er wirkt entschlossen, alles da rauszuholen. Geht los.

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