„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – der Kultfilm in Deutschland
Der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – ein Weihnachtsklassiker
Der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für viele Menschen ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Obwohl es mittlerweile zwei Filme mit dem gleichen Titel und der gleichen Handlung gibt, werden sie unterschiedlich interpretiert. Während die ursprüngliche Version aus dem Jahr 1973 bis heute als Kultfilm gilt, ist das Remake von 2021 eine moderne Neuaufarbeitung des Märchens.
Aschenputtel ist einer der bekanntesten Stoffe der Welt. Die Geschichte wurde in verschiedenen Formen erzählt und verarbeitet. In der klassischen Fassung der Brüder Grimm trifft Aschenputtel auf eine gute Fee, die ihr hilft, zum Ball zu gehen. Doch in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wird dieser magische Element durch drei mysteriöse Nüsse ersetzt, die verschiedene Kleidungen enthalten. Die 1973er Verfilmung endet mit einem märchenhaften Hochzeitskleid, während das Remake den Schwerpunkt auf die Eigeninitiative der Protagonistin legt.
Zwei Aschenbrödel, zwei verschiedene Darstellungen
Die Rolle der Aschenbrödel hat sich über die Jahre stark verändert. In der tschechisch-deutschen Originalfassung aus dem Jahr 1973 spielte Libuše Šafránková die Titelheldin. Sie war damals erst 19 Jahre alt und kam direkt nach ihrer Schauspielausbildung in die Rolle. Ein besonderes Merkmal ihrer Darstellung war, dass sie ohne Sattel auf einem Pferd reiten konnte. Nach diesem Film war Šafránková in weiteren Märchenverfilmungen zu sehen, unter anderem in „Die kleine Meerjungfrau“ und „Prinz und Abendstern“. Leider starb sie im Sommer 2021 an Lungenkrebs und sah nie das Remake des Films, das sie berühmt machte.
In der Neuauflage von 2021 spielt Astrid Smeplass die Rolle der Aschenbrödel. Bekannt wurde sie bereits 2013 durch die norwegische Version von „Pop Idol“. Optisch unterscheidet sie sich deutlich von Šafránková, sowohl in ihrer Erscheinung als auch in den Kostümen. Dies liegt vor allem an den Produktionsländern: Das Remake hat ein nordisches Setting, das sich deutlich vom Original abhebt.
Kritiken und Bewertungen
Auf Bewertungsportalen wie IMDb zeigt sich ein deutliches Bild. Der Film aus dem Jahr 1973 hat eine sehr gute Wertung von 7,6, während das Remake mit 5,8 nur leicht abfällt. Trotzdem ist die Neuverfilmung in Norwegen gut angekommen. Kritiker loben, dass die Geschichte weitgehend dem Original treu geblieben ist, mit Ausnahme einiger zeitgemäßer Interpretationen. Besonders hervorzuheben ist die fortschrittliche Darstellung der Protagonistin in der ursprünglichen Version.
Wo kann man den Film sehen?
Der Film aus dem Jahr 1973 läuft in den Weihnachtsfeiertagen wieder im Fernsehen. Im öffentlich-rechtlichen Bereich sind zahlreiche Ausstrahlungstermine geplant. Beispielsweise:
- Sonntag, 14.12.2025, um 17:25 Uhr (MDR)
- Sonntag, 21.12.2025, um 12:15 Uhr (HR)
- Heiligabend, 24.12.2025, um 12:50 Uhr (Das Erste)
- Heiligabend, 24.12.2025, um 15:00 Uhr (BR)
- Heiligabend, 24.12.2025, um 16:25 Uhr (NDR)
- Heiligabend, 24.12.2025, um 20:15 Uhr (WDR)
- Donnerstag, 25.12.2025, um 15:25 Uhr (Das Erste)
- Donnerstag, 25.12.2025, um 18:50 Uhr (ONE)
- Freitag, 26.12.2025, um 15:00 Uhr (MDR)
- Freitag, 26.12.2025, um 16:30 Uhr (RBB)
- Samstag, 27.12.2025, um 10:00 Uhr (SWR)
- Sonntag, 28.12.2025, um 12:00 Uhr (KiKA)
- Mittwoch, 31.12.2025, um 12:40 Uhr (ONE)
- Mittwoch, 31.12.2025, um 13:55 Uhr (HR)
- Dienstag, 06.01.2026, um 11:15 Uhr (BR)
Zusätzlich ist der Film im Stream bei Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video oder RTL+ verfügbar. Bei Apple TV lässt sich der Film außerdem leihen oder kaufen. Das Remake von 2021 ist als Amazon Original erhältlich und kann ebenfalls über das Abonnement gestreamt werden.
Die wahre Geschichte des Pferdes
Ein besonderes Detail des Films ist das Pferd, das Aschenbrödel begleitet. Die wahre Geschichte dieses Tieres ist bei anderen Medien zu finden. Es bleibt jedoch unbestritten, dass „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nicht nur ein Film, sondern ein Teil der Weihnachtstradition geworden ist.

