Worte können ihren „unvorstellbaren Schmerz“ nicht einmal annähern
Erstmals Stellungnahme der älteren Kinder des Paares
Die zwei älteren Kinder von Rob Reiner und seiner Frau, Jake und Romy Reiner, haben erstmals öffentlich auf den Tod ihrer Eltern reagiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme bezeichneten sie den Verlust als „entsetzlichen und verheerenden“ Schmerz. Sie betonten, dass Worte nicht in der Lage seien, ihren unvorstellbaren Schmerz zu beschreiben. Die Geschwister baten die Öffentlichkeit um Respekt und Privatsphäre sowie um eine Mäßigung bei Spekulationen. Sie forderten Mitgefühl und Menschlichkeit, während sie sich auf die Trauer konzentrieren.
Gerichtstermin des mutmaßlichen Täters
Der mutmaßliche Täter, Nick Reiner, der jüngste Sohn des Paares, ist am Mittwoch erstmals vor Gericht erschienen. Der 32-jährige machte keine Angaben dazu, ob er sich schuldig oder nicht schuldig bekennt. Die Staatsanwaltschaft will ihn wegen zweifachen Mordes anklagen. Der nächste Gerichtstermin zur Verlesung der Anklage ist für den 7. Januar angesetzt. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung oder die Todesstrafe.
Umstände des Todes
Rob Reiner, der durch Filme wie „Harry und Sally“ und „Stand By Me“ bekannt wurde, und seine Frau Michele Singer Reiner wurden am Sonntag tot in ihrer Villa in Los Angeles aufgefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden sie erstochen. Nick Reiner war noch am selben Abend unter dem Verdacht festgenommen, seine Eltern getötet zu haben. US-Medienberichten zufolge hatten Reinigungskräfte Blutspuren in seinem Zimmer in einem Hotel im kalifornischen Santa Monica entdeckt.
Familienrelevanz und Vorleben des Täters
Im Falle einer Verurteilung drohen Nick Reiner lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Sein Anwalt Alan Jackson bat bei der Gerichtsanhörung die Journalisten um „Zurückhaltung und Würde“. Die Familie sei von einer „verheerenden Tragödie“ erschüttert worden. In dem Fall gehe es um „sehr, sehr komplexe und schwerwiegende Probleme“, die nun gründlich, aber mit Bedacht behandelt werden müssten.
Nick Reiner hatte jahrelang mit Drogenproblemen zu kämpfen. Als Teenager war er mehrfach in einer Entzugsklinik und zeitweise obdachlos. Rob Reiner und sein Sohn verarbeiteten ihre schwierige Beziehung 2016 in dem teilweise autobiografischen Film „Being Charlie – Zurück ins Leben“. Der Film habe alles wieder hochgeholt, sagte Rob Reiner damals in Interviews.
Streit vor der Tat
Laut US-Medienberichten war der Tat ein heftiger Streit zwischen Nick Reiner und seinen Eltern auf einer Party des Moderators und Komikers Conan O’Brien am Vorabend vorausgegangen. Worum es dabei ging, ist bislang unklar. Die Tochter des Paares hatte die Leichen des 78-Jährigen und seiner 70-jährigen Frau laut Medienberichten am Sonntag in deren Villa in Los Angeles gefunden und die Polizei alarmiert.
Berühmte Karriere des Regisseurs
Rob Reiner wurde unter anderem als Regisseur von Filmklassikern wie „Harry und Sally“ (1989) und „Eine Frage der Ehre“ (1993) bekannt. Zuvor hatte er in den 70er-Jahren in der Sitcom „All in the Family“ mitgespielt. Auch in seinen eigenen Filmen war er später immer wieder in Nebenrollen zu sehen. Seine Arbeit prägte das amerikanische Kino und brachte ihm zahlreiche Anerkennungen ein.

