Brad Pitts Streit zerstörte den Terrorismus-Thriller auf Netflix
Ein Film mit großer Besetzung, aber fragwürdiger Umsetzung
Der Film „Vertrauter Feind“ ist der letzte Streifen des 1998 verstorbenen Regisseurs Alan J. Pakula. Er versprach viel: eine spannende Prämisse, einen erfahrenen Regisseur und zwei große Stars vor der Kamera – Brad Pitt und Harrison Ford. Trotz dieser Voraussetzungen hat der Thriller nicht alle Erwartungen erfüllt. In diesem Artikel werden wir die Geschichte des Films sowie die Probleme hinter den Kulissen näher betrachten.
Die Handlung im Überblick
Frankie McGuire, gespielt von Brad Pitt, ist ein IRA-Attentäter, der nach einem Anschlag in Belfast entkommen kann. Um unterzutauchen, reist er als Rory Devaney nach New York City. Dort findet er Unterschlupf bei der Familie des irischstämmigen Polizisten Tom O’Meara (Harrison Ford), der seinem Freund einen Gefallen tut. Niemand ahnt, dass Frankie in Wirklichkeit ein Terrorist ist. Während er seine Aktivitäten fortsetzt, geraten auch die O’Mearas in einen tödlichen Konflikt.
Egos und Dreharbeiten im Chaos
Das Originalskript für „Vertrauter Feind“ wurde bereits Ende der 1980er Jahre geschrieben. Brad Pitt war begeistert von der Rolle und stimmte zu. Als er später berühmter wurde, konnten die Produzenten schließlich das Projekt realisieren. Doch es fehlte noch der Gegenspieler für Pitt.
Harrison Ford sollte die Rolle spielen, doch er hatte eigene Bedingungen. Er verlangte eine Gage von 20 Millionen Dollar, was fast doppelt so viel war wie Pitts Gehalt. Zudem wollte er das Drehbuch umschreiben, da er sich in seiner Rolle nicht ausreichend gefordert fühlte. Das Skript wurde entsprechend geändert, wodurch Pitt die Geschichte kaum noch wiedererkannte. Er wollte sogar aus dem Projekt aussteigen, blieb jedoch aufgrund von drohenden Klagen am Set.
Spannung zwischen den Stars
Die Dreharbeiten wurden von einer eisigen Stimmung geprägt. Brad Pitt und Harrison Ford standen nicht gut miteinander, was sich auch auf ihre Darstellung auswirkte. Die Performance von Pitt war weniger überzeugend, was man ihm wohl nicht übelnehmen kann. Doch selbst diese Probleme sind nicht die einzigen, die den Film beeinträchtigen.
Kritik an der Umsetzung
Laut Bewertungen ist „Vertrauter Feind“ ein Beispiel für Oberflächlichkeit. Der Film erklärt die Hintergründe des Nordirland-Konflikts kaum, sondern reduziert die Handlung auf eine simple Rache-Story. Die Figuren wirken oft unglaubwürdig, insbesondere die Rolle von Harrison Ford. Zudem wird die Moral des Films als fragwürdig bezeichnet. Die Morde, die von Pitts Charakter begangen werden, werden nicht kritisch betrachtet, sondern sogar gefeiert.
Ein Film mit Potenzial, aber nicht vollständig umgesetzt
Obwohl „Vertrauter Feind“ eine starke Besetzung und ein interessantes Konzept bietet, bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück. Die Probleme hinter den Kulissen und die oberflächliche Darstellung der Themen trüben den Gesamteindruck. Wer auf Spannung und Tiefe steht, wird möglicherweise enttäuscht sein. Dennoch lohnt es sich, den Film zu sehen, um die verschiedenen Facetten des Projekts zu erkennen.

