Brigitte Bardot: Frankreichs schönster Schmollmund ist tot
Eine Legende verlässt die Bühne
Die französische Filmikone Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Mit dieser Nachricht trauert die Welt einer der ikonischsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Stiftung, die sie gegründet hat, gab den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin bekannt. In der Erklärung betonte man, dass Bardot eine „weltweit anerkannte Schauspielerin und Sängerin“ gewesen sei, die sich nach ihrer Karriere dem Tierschutz verschrieben habe. Obwohl die genauen Umstände ihres Todes nicht offengelegt wurden, bleibt ihr Vermächtnis unvergesslich.
Von der Kamera zur Verteidigung der Tiere
Brigitte Bardot begann ihre Karriere in den 1950er-Jahren mit Rollen, die sie als Sexsymbol etablierten. Filme wie „Und immer lockt das Weib“ oder „Die Verachtung“ brachten ihr internationale Anerkennung. Doch nach mehr als zwei Jahrzehnten im Filmgeschäft zog sie sich zurück, um sich vollständig dem Tierschutz zu widmen. Ihre Stiftung, die bis heute aktiv ist, ist ein Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit mit der Tierwelt.
Ein Leben im Rampenlicht
Bardots Leben war geprägt von glamourösen Beziehungen und einem Leben im Jetset. Sie war mit renommierten Persönlichkeiten wie Serge Gainsbourg, Jean-Louis Trintignant und Gunter Sachs liiert. Aus ihrer zweiten Ehe mit Jacques Charrier stammt ihr Sohn Nicolas-Jacques Charrier, der heute in Norwegen lebt. Bardot selbst wurde am 28. September 1934 in Paris geboren und wuchs in einer katholischen Familie auf. Als junges Mädchen begann sie mit der Ausbildung als Balletttänzerin, bevor sie als Fotomodell entdeckt wurde.
Ein Symbol der französischen Republik
Neben ihrer filmischen Karriere machte Bardot auch durch ihre musikalische Arbeit auf sich aufmerksam. Zusammen mit Serge Gainsbourg schuf sie Songs wie „Harley Davidson“, die bis heute als Klassiker gelten. Im Jahr 1963 durfte sie als erste Schauspielerin Modell für die Büste der Marianne stehen – ein Zeichen der Anerkennung ihrer Verdienste um Frankreich.
Tierschutz und politische Positionen
Nach ihrem Rückzug aus der Filmindustrie engagierte sich Bardot intensiv für den Tierschutz. Sie setzte sich beispielsweise gegen die rituelle Schächtung von Schafen während islamischer Feiertage ein. Diese Haltung führte jedoch auch zu rechtlichen Konsequenzen, da sie zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Zudem äußerte sie sich in den letzten Jahren oft kontrovers, etwa zum Thema Migration und Rassismus. Ihre rechtsextremen Ansichten machte sie nie geheim und sorgten immer wieder für öffentliche Diskussionen.
Gesundheitliche Probleme und letzte Jahre
Im vergangenen Jahr erlebte Bardot mehrere gesundheitliche Herausforderungen. Vor kurzem wurde sie in eine Klinik eingeliefert, wobei die Gründe dafür nicht bekannt gegeben wurden. Ein Sprecher hatte damals noch versichert, dass es ihr gut gehe. Auch im Oktober war sie bereits in der Klinik gewesen, wo sie einem kleinen chirurgischen Eingriff unterzogen wurde.
Lebensabschluss in Saint-Tropez
Zuletzt lebte Bardot zurückgezogen im südfranzösischen Saint-Tropez. Seit 1992 war sie mit Bernard d’Ormale verheiratet, einem Geschäftsmann und Berater des früheren Front-National-Chefs Jean-Marie Le Pen. Bis zu ihrem Tod war er an ihrer Seite, was zeigt, wie stark ihr persönliches Umfeld sie unterstützte.

