Die unglaubliche Karriere von Geena Davis – noch lange nicht vorbei

Eine Karriere, die Hollywood veränderte

Geena Davis ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Mit ihrem 70. Geburtstag am 21. Januar blickt sie auf eine beeindruckende Laufbahn zurück, die von Erfolgen, Niederlagen und einem tiefen Engagement für gesellschaftliche Veränderungen geprägt ist. Ihre Karriere umfasst Kultfilme, bedeutende Rollen und eine aktive Rolle als Aktivistin, die bis heute nachwirkt.

Von Model bis Oscar-Gewinnerin

Geena Davis wurde 1956 in Massachusetts geboren und begann ihre Karriere zunächst als Dessous-Model. Nach einem Studium an der Boston University zog sie nach New York, wo sie schließlich in den Filmbranche Fuß fasste. Ihr Durchbruch kam 1982 mit der Rolle in „Tootsie“, gefolgt von ihrer ersten TV-Serie „Sara“ im Jahr 1985. Doch es war erst 1988, als sie mit „Beetlejuice“ und „The Accidental Tourist“ zu internationaler Anerkennung gelangte. Für ihre Rolle in „The Accidental Tourist“ gewann sie den Oscar als beste Nebendarstellerin – ein Meilenstein in ihrer Karriere.

Der Film, der alles veränderte: „Thelma & Louise“

1991 war Geena Davis mit dem Film „Thelma & Louise“ ein weiterer großer Moment. Der Film, dirigiert von Ridley Scott, wird bis heute als feministischer Meilenstein angesehen. Davis spielte Thelma, eine unterdrückte Hausfrau, die auf einer Roadtrip-Reise ihre Freiheit findet. Obwohl sie den Oscar nicht gewann, erkannte sie damals etwas Wichtiges: Frauen erleben in Filmen selten die gleiche Inspiration wie Männer. Dieses Erlebnis prägte sie und gab ihr den Impuls, sich später für eine bessere Darstellung von Frauen in Medien einzusetzen.

Die Rückkehr in die Öffentlichkeit

Nach einer Phase des Rückzugs kehrte Davis 2005 mit der Serie „Commander in Chief“ zurück. In dieser Rolle verkörperte sie die erste weibliche US-Präsidentin. Obwohl die Serie nur eine Staffel lief, hatte sie einen großen Einfluss. Studien zeigten, dass nach der Serie mehr Amerikaner sagten, sie könnten sich vorstellen, für eine Präsidentin zu stimmen. Davis erkannte, dass Fiktion die Realität beeinflussen kann.

Die Aktivistin: Ein neuer Weg

Nachdem sie mit ihrer Tochter Kinderfernsehen gesehen hatte, fiel ihr auf, dass männliche Figuren überrepräsentiert waren. Sie gründete das Geena Davis Institute on Gender in Media und finanzierte eine umfassende Studie zur Geschlechterdarstellung in Kindermedien. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass in Familienfilmen drei männliche Figuren pro weibliche Figur vorkamen. Sprechende Tiere waren zu 83 Prozent männlich. Davis ging mit diesen Daten an Studios und Sender und veränderte damit die Branche.

Weitere Facetten der Karriere

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Aktivistin hat Davis auch andere Interessen. Sie ist Mitglied bei Mensa, der Vereinigung für Hochbegabte. Zudem betreibt sie Bogenschießen und erreichte 1999 die besten Plätze in den USA. Auch als Autorin hat sie sich bewiesen, mit der Veröffentlichung ihrer Memoiren „Dying of Politeness“ im Jahr 2022.

Derzeit: Neue Rollen und neues Engagement

In den letzten Jahren hat Davis in Serien wie „Grey’s Anatomy“ und „The Exorcist“ mitgewirkt. Obwohl diese Rollen keine Hauptrollen sind, scheint sie das nicht zu stören. Stattdessen konzentriert sie sich auf ihr Engagement für gesellschaftliche Veränderungen und Medien.

Fazit

Geena Davis ist eine Frau, die Hollywood verändert hat. Von Oscar-Gewinnerin bis zur Aktivistin – ihre Karriere ist ein Beispiel für Vielfalt, Resilienz und gesellschaftliches Bewusstsein. Mit 70 Jahren zeigt sie, dass ihre Geschichte noch nicht zu Ende ist. Sie hat gezeigt, dass Filme wichtiger sind als nur die Darstellung in ihnen. Und das ist ein Drehbuch wert.

Similar Posts

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *