Katja Riemann ehrt Peter Sattmann mit Zärtlichkeit

Ein Trauerfall in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft

Die deutsche Film- und Fernsehbranche trauert um einen ihrer ikonischen Schauspieler: Peter Sattmann ist nach einer langen Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Nur einen Tag später hätte er seinen 78. Geburtstag gefeiert. Seine ehemalige Lebensgefährtin Katja Riemann hat sich mit einem emotionalen Nachruf von ihm verabschiedet. Die beiden waren von 1990 bis 1998 ein Paar, und ihre gemeinsame Tochter Paula wurde 1993 geboren.

Ein Abschied voller Wärme und Wehmut

In einem emotionalen Beitrag auf Instagram betonte Katja Riemann die Persönlichkeit des verstorbenen Schauspielers. Sie beschrieb ihn als jemanden, der niemals Kompromisse eingegangen war. „Lieber Peter! Du fehlst uns schon jetzt. Der liebevolle Schalk in deinen Augen, deine permanente Zigarettenraucherei, deine Witze – keiner haben wir uns merken können – deine Sonnenbrillen, die wir in allen Ehren halten werden, deine absichtslose Lässigkeit und Coolness, weil es dir wirklich kackegal war, was andere denken, meinen oder urteilen“, schrieb sie.

Außerdem würdigte sie seine bescheidene Art. In seiner 2019 erschienenen Autobiografie „Mein Leben ist kein Drehbuch“ habe er bewusst nur über sein Scheitern geschrieben, nicht über seine zahlreichen Erfolge auf Bühne und Bildschirm.

Eine Liebe, die neun Filme überdauerte

Katja Riemann und Peter Sattmann lernten sich 1990 bei den Dreharbeiten zum ZDF-Film „Von Gewalt keine Rede“ kennen. Ihre Beziehung dauerte acht Jahre, in denen das Paar nicht nur privat, sondern auch beruflich eng zusammengearbeitet hat. Insgesamt neun gemeinsame Film- und Fernsehproduktionen entstanden in dieser Zeit. Im August 1993 kam Tochter Paula zur Welt, die mittlerweile selbst als Schauspielerin und Filmemacherin arbeitet.

Obwohl die Beziehung 1998 endete, blieb eine tiefe Verbundenheit bestehen. „Du lebst in unseren Herzen, unseren Erinnerungen, in unserem Sein, in deinen bezaubernden Töchtern, deinen Filmen, deinem Schreiben, deiner Kunst“, so Riemann in dem Nachruf weiter.

Mit poetischen Worten schloss die Schauspielerin ihren Abschiedspost: „Du hattest keine Angst vor dem Tod, nie. Wir hoffen, dass es dir dort, wo du jetzt bist, gut geht, dass du eine rauchen kannst und Witze erzählen, Musik machst und es warm hast – aber sei gewiss: unsere Liebe für dich wird dich wärmen. Am 25.12. 25 hast du den letzten Zeitpfeiler deines Lebens gesetzt. Vorhang.“ Der Begriff „Zeitpfeiler“ ist dabei eine Anspielung auf den Untertitel von Sattmanns Autobiografie.

Kolleginnen und Kollegen kondolieren

Jella Haase schrieb „Oh Katja und Paula. Von Herzen“ zu einem schwarzen Herz. Meret Becker sendete „mein tiefstes Beileid“. Claudia Michelsen und Micky Beisenherz reagierten auf den Post, in dem auch Tochter Paula verlinkt wurde, mit einem roten Herz. Andrea Sawatzki, Friedericke Kempter, Doris Dörrie, Nina Kronjäger, Tim Bergmann und Golo Euler zeigten ebenfalls ihre Anteilnahme.

Simone Thomalla würdigte den verstorbenen Kollegen auf Instagram. In einer Story postete sie ein Schwarz-Weiß-Bild von Peter Sattmann mit dessen Lebensdaten. „Gute Reise lieber Peter“, schrieb sie unter das Foto. Peter Sattmann stand mit Simone Thomalla für acht Folgen der Serie „Frühling“ vor der Kamera. Die ehemalige „Tatort“-Kommissarin verkörpert darin die Dorfhelferin Katja Baumann. Sattmann spielte in der ZDF-Reihe den Klinikleiter Prof. Dr. Gabriel.

Katerina Jacob ist ebenfalls entsetzt über den Tod des Kollegen. „Was ist denn im Moment los? Wieder ist ein Guter gegangen“, fragte sie sich auf Facebook. Um Weihnachten waren mit Sänger Chris Rea und Uwe Kokisch gleich mehrere Stars verstorben. „RIP lieber Peter Sattmann. Was hatten wir für einen Spaß“, schrieb Katerina Jacob außerdem. Die vor allem aus „Der Bulle von Tölz“ bekannte Darstellerin veröffentlichte dazu ein Bild aus einem gemeinsamen Film, das sie beim Angeln zeigt. Sie drehten zusammen „Mord in bester Gesellschaft: Der süße Duft des Bösen“ und die Utta-Danella-Verfilmung „Schokolade im Sommer“, beides im Jahr 2009.

Sein künstlerisches Vermächtnis bleibt

Peter Sattmann hinterlässt ein umfangreiches Werk. Mit über 180 Film- und Fernsehproduktionen, darunter Auftritte in Erfolgsformaten wie „Tatort“, „Der Alte“ und der ZDF-Serie „Frühling“, bleibt sein künstlerisches Vermächtnis erhalten. Seine Arbeit wird in der deutschen Film- und Fernsehgeschichte weiterhin wahrgenommen und geschätzt.

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