Plötzlich Oma und Opa
Die ungleiche Beziehung von Anna und Werner Kurtz
Die Serie „Anna und ihr Untermieter“ hat in den letzten Jahren eine große Anhängerschaft gewonnen, insbesondere durch die spannende und humorvolle Beziehung zwischen Anna und ihrem Untermieter Werner Kurtz. Inzwischen ist es bereits das fünfte Jahr, in dem die beiden miteinander auskommen – trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten. Im neuesten Film der Reihe, „Volles Haus“, wird diese Beziehung erneut auf die Probe gestellt.
Anna und Werner sind wie ein lang verheiratetes Paar, obwohl sie sich häufig streiten. Doch zwischen den Streitereien gibt es auch Momente der Annäherung. Der Film „Volles Haus“ bietet wieder zahlreiche Dialogszenen, die voller Witz und Humor sind. Das Drehbuch wurde von Martin Rauhaus geschrieben, während Michael Rowitz für die Regie verantwortlich war.
Eine neue Herausforderung
Zurückblickend: Es war vor fünf Jahren, als Anna nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes und der Trennung von ihrem Ehemann einen Untermieter suchte, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Sie fand Werner Kurtz, einen griesgrämigen Mann, der sich stets als Ordnungsamt-Mitarbeiter bezeichnet. Die Beziehung zwischen Anna und Kurtz ist klassisch wie Katz und Maus: Anna ist penibel, aber sozial und empathisch, während Kurtz zwar ebenfalls pedantisch ist, jedoch oft als misanthropisches Ekelpaket wahrgenommen wird.
Doch hinter dieser schroffen Fassade verbirgt sich ein weicher Kern, wie im letzten Film gezeigt wurde. Am Ende des Films saßen Anna und Kurtz gemeinsam in der Hollywoodschaukel und sprachen sogar über eine Hochzeit – allerdings aus rein steuerlichen Gründen. Ein Moment, der die Zuschauer erneut zum Lachen brachte.
Sozialer Aspekt in der Serie
Neben dem verbalen Schlagabtausch zwischen Anna und Kurtz spielt der soziale Aspekt eine zentrale Rolle in der ARD-Reihe. Im neuen Film geht es besonders um die soziale Seite von Kurtz. Während seiner Arbeit bei der Tafel lernt er Pia (Soraya Maria Efe) und ihre Mutter Meike (Liza Tzschirner) kennen. Als Meike plötzlich mit einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus muss, nimmt Kurtz das Mädchen zu sich nach Hause. Anna lobt ihn dafür, was Kurtz nicht einfach hingenommen kann. Er erinnert sie daran, dass es seine Aufgabe sei, andere Leute in ihre Angelegenheiten zu verwickeln.
Trotzdem versuchen Anna und Kurtz, als Ersatz-Großeltern für Pia zu fungieren, bis Meike gesund ist. Dieses Vorgehen bringt sie jedoch in Konflikt mit dem Gesetz. Doch dann taucht plötzlich Klaus (Max Herbrechter) auf, ein Bekannter von Kurtz, der um Asyl bittet. Kurtz ist alarmiert, da Klaus noch schlimmer als er selbst ist und möglicherweise Pia entdecken könnte.
Weitere Ereignisse und Spannung
Außerdem steht die Hochzeit von Annas Tochter Karin (Katharina Schlothauer) mit dem Kinderarzt Jens (Golo Euler an. Sein Vater, Klinikdirektor Horst Schulte-Bräucker (Herbert Knaup), ist aufgrund seiner standesdünkelhaften Unverschämtheiten auf dem Fest Persona non grata. Doch ob das letzte Wort gesprochen ist, bleibt fraglich.
Der Film „Anna und ihr Untermieter: Volles Haus“ bietet eine Mischung aus Humor, sozialem Engagement und emotionalen Momenten. Mit der fortwährenden Entwicklung der Figuren und den spannenden Szenen bleibt die Serie immer wieder unterhaltsam und fesselnd.

