Wer ist Varang? Oona Chaplin enthüllt die neue Sci-Fi-Bösewichtin
Die Bösewichtin Varang im Fokus
Avatar: Fire and Ash bringt uns eine faszinierende und komplexe Bösewichtin namens Varang näher. In der Welt von Pandora, die durch Konflikte zwischen Na’vi und Menschen geprägt ist, tritt sie mit einer roten Kriegsbemalung auf und vertritt den Mangkwan-Clan, der von der Gottheit Eywa im Stich gelassen wurde. Im Gegensatz zu anderen Stämmen, die friedliebend sind, hat Varang keine Verbindung mehr zu Jake Sully und seinen Verbündeten. Stattdessen wird sie von den Feuerwaffen angezogen, die von dem antagonistischen Charakter Quaritch in die Schlachten getragen werden.
Oona Chaplin, die in der Rolle der Varang brilliert, ist nicht nur die Enkelin des berühmten Charlie Chaplin, sondern auch ein neues Gesicht in der Avatar-Welt. Sie bringt eine Figur mit, die bislang noch nie im Avatar-Universum gesehen wurde – eine Anführerin, deren Motivation tief verwurzelt ist in Schmerz, Wut und einem Gefühl der Verlassenheit.
Ein neues Kapitel in der Avatar-Reihe
Oona Chaplin sprach in einem Interview über ihre Erfahrungen beim Drehen von Avatar: Fire and Ash und wie sie sich in die Rolle der Varang hineingearbeitet hat. Für sie war es ein besonderes Erlebnis, in die Welt von Pandora zurückzukehren. „Die Avatar-Welt ist atemberaubend schön und sehr faszinierend durch die technologischen Innovationen dahinter“, erklärte sie. „Im Kern handelt die Geschichte aber von menschlichen Herzen und der Natur.“
Ihr Einstieg in die Arbeit mit dem Performance-Capture-Verfahren war zunächst ungewohnt, doch sie fand schnell Gefallen daran. „Es ist ein befreiender Prozess“, sagte sie. „Man muss sich nicht mit der Technologie beschäftigen, sondern einfach die Wahrheit des Moments finden.“ James Cameron schuf dabei ein Umfeld, in dem die Schauspieler sich sicher fühlen konnten und frei experimentieren durften.
Vorstellungskraft als Schlüssel
Am Set gibt es kaum Requisiten, was die Vorstellungskraft der Schauspieler stark beansprucht. Oona Chaplin betonte, dass es wichtig sei, aufmerksam zu sein und sich das blühende Pandora um sich herum vorzustellen. „Unsere Gedanken sind sehr mächtig“, meinte sie. „Wenn du dir etwas vorstellst, dann siehst du es bereits in deiner Vorstellung.“
Für sie war es besonders beeindruckend, mit James Cameron zu arbeiten, der seiner Vorstellungskraft folgte und eine ganze Welt erschuf. „Seine Gabe, sich alles vorstellen zu können, ist so riesig, dass sie auch die eigene Vorstellungskraft inspiriert“, sagte sie.
Die emotionale Tiefe der Figur
Die Rolle der Varang war für Oona Chaplin emotional intensiv. „Ich habe viel Mitgefühl für Varang“, erklärte sie. „Ich verstehe ihren Schmerz. All ihre Wut und ihr Zorn – tief in ihr verborgen ist da ein kleines Mädchen, das sich von der großen Mutter im Stich gelassen fühlt.“ Sie betonte, dass Varang kein rein böser Charakter sei, sondern vielmehr ein Beispiel dafür, wie verletzte Menschen andere verletzen können.
Ein Moment, in dem die Figur für sie „klick“ machte, war die Szene, in der Quaritch zu ihr ins Zelt kommt und sie ihm ihre Geschichte erzählt. „In dieser Szene wollte ich ihr Trauma und ihre Widerstandsfähigkeit zeigen“, sagte Oona. Sie sah in Varang eine komplexe Persönlichkeit, die aus dem Kreislauf des Schmerzes und der Rache herausbrechen könnte.
Inspiration und kreative Einflüsse
Als Vorbilder für ihre Darstellung suchte Oona Chaplin Inspiration in der Filmgeschichte. Neben der Analyse der Bewegungen von Neytiri studierte sie auch Idris Elba in Beasts of No Nation, dessen Performance sie tief berührte. „Er schafft eine eigene Mythologie und redet von einer größeren Sache, obwohl er alles mit seinen Worten verdreht“, sagte sie.
Auch die Beziehung zwischen Varang und Quaritch fand sie spannend. „Sie haben jemanden gefunden, bei dem sie loslassen können und nicht immer die Last der Führung alleine tragen müssen“, erklärte sie. Zusammen mit Stephen Lang, der Quaritch spielt, fand sie einen großartigen Partner für die Rollen.
Der Film in der Welt von Pandora
Avatar: Fire and Ash ist seit dem 17. Dezember 2025 in den Kinos zu sehen. Der Film bietet eine neue Perspektive auf die Konflikte in der Welt von Pandora und stellt Varang als eine der zentralen Figuren dar. Obwohl sie eine Bösewichtin ist, wird sie in ihrer Tiefe und Komplexität dargestellt.
Für Oona Chaplin war es eine große Herausforderung, diese Figur zu verkörpern, aber auch eine bereichernde Erfahrung. „Es war definitiv intensiv, mit ihr zu reisen“, sagte sie. Die Rolle der Varang unterstreicht, dass auch in der Avatar-Welt komplexe Charaktere existieren, die über die simple Trennung zwischen Gut und Böse hinausgehen.

