57 Jahre später: Die Darstellerin von „Rosemaries Baby“ heute
Mia Farrow: Eine Karriere voller Vielfalt und Engagement
Mia Farrow ist eine der ikonischen Figuren des US-amerikanischen Films. Sie hat über Jahrzehnte hinweg eine beeindruckende Laufbahn hingelegt, die von glamourösen Filmrollen bis hin zu intensivem humanitärem Einsatz reicht. Obwohl sie vor allem für ihre Rolle in „Rosemaries Baby“ bekannt ist, hat sie sich als Schauspielerin und Aktivistin auch außerhalb des Films einen Namen gemacht.
Frühe Jahre und Aufstieg zum Star
Mia Farrow wurde am 9. Februar 1945 in Los Angeles geboren. Ihre Eltern, Maureen O’Sullivan und John Farrow, waren beide in der Filmbranche tätig. In einer künstlerisch geprägten Familie aufgewachsen, stand sie bereits mit 12 Jahren vor der Kamera, als sie in einem Film ihres Vaters mitspielte. Nach ihrem Abschluss an der Highschool zog sie 1963 nach New York, um Schauspielunterricht zu nehmen und Theater zu spielen.
Ihr Durchbruch kam 1964, als sie in der populären Fernsehserie „Peyton Place“ als Allison MacKenzie bekannt wurde. Es war die erste Schauspielerin, die ihren Vertrag für eine Serienhauptrolle nach zwei Jahren eigenmächtig kündigte – ein Schritt, der damals große Aufmerksamkeit erregte.
Ehe mit Frank Sinatra und später mit Woody Allen
Im Jahr 1966 heiratete Mia Farrow den berühmten Sänger Frank Sinatra. Die Ehe hielt nur zwei Jahre, war aber ein großes Medienereignis, da Farrow deutlich jünger war als der 50-jährige Sänger. Trotz der kurzen Dauer blieb der Kontakt zwischen beiden freundschaftlich.
Ab den frühen 1980er-Jahren begann ihre langjährige Beziehung zu Woody Allen. Zusammen drehten sie zwölf Filme, darunter „Hannah und ihre Schwestern“ und „The Purple Rose of Cairo“. Die Partnerschaft endete 1992, nachdem Allens Beziehung zu Farrows Adoptivtochter Soon-Yi bekannt wurde. Die Trennung führte zu einem Sorgerechtsstreit und verarbeitete Farrow später in ihren Memoiren.
Rollen im Film und Theater
Ihre Rolle als Daisy Buchanan in „Der große Gatsby“ mit Robert Redford gilt als einer ihrer stilprägenden Auftritte. In den 1970er-Jahren zeigte sie ihre Vielseitigkeit in Filmen wie „Tod auf dem Nil“ und „Hurricane“, aber auch im Theater, insbesondere mit der Royal Shakespeare Company.
Nach der Trennung von Woody Allen blieb sie filmisch aktiv, unter anderem in der romantischen Komödie „Miami Rhapsody“. 2006 kehrte sie mit einem Filmcomeback in „Das Omen“ zurück, wo sie eine dunkle Figur spielte – ein bewusster Kontrast zu ihrer Rolle in „Rosemaries Baby“.
Synchronsprecherin und weitere Projekte
Neben ihren Filmrollen war Farrow auch als Synchronsprecherin in Luc Bessons Animationsreihe „Arthur und die Minimoys“ beteiligt. Sie hat sich auch in anderen Bereichen engagiert, wie beispielsweise in der Kinderfilmbranche.
Privatleben und Familie
Mia Farrow ist Mutter einer großen, vielfältigen Familie. Sie adoptierte neun Kinder, zusätzlich zu ihren vier leiblichen Söhnen. Trotz dramatischer familiärer Ereignisse betonte sie immer die Wichtigkeit eines stabilen, liebevollen Zuhause.
Aktivismus und humanitäres Engagement
Seit den 2000er-Jahren engagiert sich Farrow als Sonderbotschafterin von UNICEF gegen Völkermord und Menschenrechtsverletzungen. Ihr Einsatz brachte ihr internationale Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen ein. Der Aktivismus der Schauspielerin prägte auch ihren Sohn Ronan Farrow, der heute als Journalist und Autor tätig ist.
Mia Farrow heute
Heute lebt Mia Farrow weitgehend zurückgezogen, tritt aber weiterhin für politische und humanitäre Themen ein. 2022 kehrte sie erstmalig wieder vor die Kamera, in der Netflix-Serie „The Watcher“.
57 Jahre nach „Rosemaries Baby“ hat sich Mia Farrow von der Horror-Ikone zur respektierten Persönlichkeit entwickelt. Obwohl ihr Haar heute blond lockt, strahlt sie immer noch die gleiche Intensität und Präsenz aus wie damals. Für viele bleibt sie bis heute ein Vorbild.

