Armin Mueller-Stahl: 5 Filme, die ihn berühmt machten
Ein Leben auf der Bühne und im Film
Armin Mueller-Stahl ist eine ikonische Figur in der deutschen und internationalen Filmgeschichte. Seine Karriere umfasst nicht nur Erfolge in der DDR, sondern auch internationale Anerkennung, insbesondere in Hollywood. Mit dem Ehrenpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern wird er für seine Verdienste um die deutsche und internationale Filmkultur geehrt. Die Auszeichnung, der «Goldene Ochse», wird am 9. Mai 2026 in Schwerin verliehen. Zu seinem 95. Geburtstag am 17. Dezember gibt es eine Auswahl seiner bedeutendsten Filme.
«Nackt unter Wölfen» (DDR, 1963)
Seit 1952 avancierte Armin Mueller-Stahl mit unzähligen Theater- und Filmrollen zu einem der bekanntesten Schauspieler der DDR. In «Nackt unter Wölfen» spielt er einen KZ-Häftling, der mit anderen Häftlingen ein dreijähriges Kind vor der SS versteckt. Das Kind gerät in Gefahr, doch die Häftlinge riskieren ihr Leben, um das Kind zu retten. Am Ende gelingt es ihnen, das Lager mit Waffen zu befreien und das Kind zu retten. Der Film basiert auf dem Roman von Bruno Apitz und zeigt die menschliche Seite im Grauen des Holocausts.
«Lola» (BRD, 1981)
Nach seiner Flucht aus der DDR im Jahr 1980 setzte Mueller-Stahl seine Karriere in Westdeutschland fort. 1981 drehte er mit Rainer Werner Fassbinder den Film «Lola». Der Film spielt im Jahr 1957 und erzählt von einer Stadt, in der die Bürger sich selbst bereichern. Als Herr von Bohm, gespielt von Mueller-Stahl, sein Amt antritt, durchschaut er die Machenschaften. Doch als er sich in Lola verliebt, entdeckt er, dass sie Prostituierte ist. Der Film thematisiert soziale Ungleichheit und moralische Konflikte.
«Shine» (Australien, 1997)
1989 gelang Mueller-Stahl mit «Music Box» in Hollywood der Durchbruch. Es folgten Arbeiten mit renommierten Regisseuren wie Barry Levinson und Jim Jarmusch. Für seine Rolle als Vater des australischen Pianisten David Helfgott in «Shine» wurde er 1997 für den Oscar nominiert. Der Film zeigt, wie David zu einem Wunderkind heranwächst, während sein Vater ihn mit traumatisierenden Geschichten über die NS-Zeit quält. Schließlich gelingt es David, sich von seinem Vater zu lösen und in Übersee ein Studium anzutreten.
«Die Manns – ein Jahrhundertroman» (BRD, 2001)
In Heinrich Breloers Fernseh-Dreiteiler «Die Manns – ein Jahrhundertroman» spielt Mueller-Stahl Thomas Mann. Seine Darstellung war so überzeugend, dass viele Menschen ihn später «Herr Thomas Mann» nannten. Der Film erzählt die Geschichte der Schriftstellerbrüder Heinrich und Thomas Mann und ihrer Familien. Mit Dokumentarteilen und Interviews wird die komplexe Familie dargestellt. Für seine Rolle erhielt Mueller-Stahl den Grimme-Preis und der Dreiteiler gewann mehrere Auszeichnungen.
«Buddenbrooks» (BRD, 2008)
Für «Buddenbrooks» lehnte Mueller-Stahl eine Rolle im US-Film «Operation Walküre» ab und fand diese Entscheidung später «total richtig». In dem Zweiteiler spielt er das Familienoberhaupt Konsul Jean von Buddenbrook. Die Neuverfilmung des Romans von Thomas Mann thematisiert den Aufstieg und Fall einer Lübecker Kaufmannsfamilie. Obwohl der Film gemischte Kritiken erhielt, bleibt er ein bedeutender Teil der deutschen Literatur und Filmgeschichte.

