Eine riesige Demütigung: Ben Affleck erinnert sich noch immer an seine Oscar-Enttäuschung vor 13 Jahren
Ein Jahr der Enttäuschungen und unerwarteten Niederlagen
Jährlich sorgen die Oscar-Verleihungen nicht nur für große Sieger, sondern auch für enttäuschte Künstler und übersehene Werke. In diesem Jahr war es besonders das Thema des Rekords, den „Blood & Sinners“ mit 16 Nominierungen aufgestellt hat. Doch gleichzeitig gab es viele Filmfans, die ihre Wut darüber zum Ausdruck brachten, dass Park Chan-wooks Thriller „No Other Choice“ von der Academy ignoriert wurde.
Ben Affleck und die Niederlage bei den Oscars
Im Jahr 2013 stand die Oscar-Verleihung im Zeichen von Ben Affleck – sowohl positiv als auch negativ. Sein Politthriller „Argo“ gewann in mehreren Kategorien, darunter auch den Hauptpreis. Doch was ihn überraschte, war, dass er selbst nicht als Bester Regisseur nominiert wurde, obwohl er bereits zahlreiche Preise für seine Arbeit erhalten hatte. Unter anderem setzte er sich bei den Golden Globes gegen bekannte Namen wie Quentin Tarantino, Steven Spielberg, Ang Lee und Kathryn Bigelow durch.
Die Erwartungen waren hoch, doch die Realität sah anders aus. Affleck erzählte später in einem Interview bei „Jimmy Kimmel Live!“, wie enttäuscht er tatsächlich war. „Es war schrecklich, weil alle sagten: ‚Du wirst nominiert, du wirst als Bester Regisseur nominiert!‘ Und dann wachte ich an dem Morgen auf und die Leute sagten: ‚Du wurdest nicht nominiert!‘“
Leonardo DiCaprio und die ähnliche Situation
Afflecks Erfahrung erinnerte Kimmel an Leonardo DiCaprio, der kürzlich bei den Critics Choice Awards leer ausging, obwohl sein Film „One Battle After Another“ in drei Kategorien gewann. Affleck kommentierte dies mit Humor: „Ich dachte mir: Mein Gott, es gäbe tausend bessere Orte, an denen er jetzt sein könnte.“
Er fügte hinzu: „Der Film gewinnt den Preis für den Besten Film. Der Regisseur, Paul Thomas Anderson, gewinnt den Preis für die Beste Regie – und dann gewinnt er selbst nicht. Und ich denke mir, der muss wahnsinnig sauer sein, weil man ihn von irgendwoher – wahrscheinlich von einer Yacht – per Hubschrauber weggeholt hat, nur damit er dann nicht gewinnt.“
Die Ernüchterung bleibt tief
Obwohl man sich schwer vorstellen kann, dass ein millionenschwerer Hollywood-Star wie DiCaprio unter mangelnder Anerkennung leidet, sitzt die Ernüchterung bei Affleck noch immer tief. Jimmy Kimmel stimmte ihm zu: „Das ist vermutlich die schlimmstmögliche Situation bei einer Preisverleihung.“
Affleck bestätigte dies: „Genau so habe ich mich gefühlt. An dem Tag, an dem ich übergangen wurde, musste ich zu den Critics Choice Awards gehen. Ich erinnere mich, dort anzukommen und einen roten Teppich mit 500 Leuten zu sehen, die unbedingt mit mir sprechen wollten – und jeder einzelne sagte: ‚Hallo! Also, wegen der fehlenden Nominierung…‘ Was soll man darauf antworten? ‚Es ist scheiße!‘“
Weitere Projekte und Hoffnungen
Eine weitere Chance für Affleck kam nicht mehr. Seitdem hat er bei zwei weiteren Filmen Regie geführt, „Live By Night“ und „Air: Der große Wurf“, doch keiner davon wurde für einen Oscar nominiert. Aktuell steht mit dem Thriller „Animals“ sein nächster Spielfilm als Regisseur in den Startlöchern – wir drücken vorsichtshalber schon mal die Daumen!
Spekulationen über andere Filme
Wie sich wohl die Macher der beiden Filme gefühlt haben müssen, von denen der nachfolgende Artikel handelt? Darüber kann man heute nur noch spekulieren. Es bleibt jedoch klar, dass die Oscar-Nominierungen oft nicht nur über die Qualität eines Films entscheiden, sondern auch über die politischen und kulturellen Strukturen innerhalb der Academy.

