Robert Duvall feiert 95: Der unerschütterliche Hollywood-Star

Robert Duvall: Ein Leben vor der Kamera

Robert Duvall, der am 5. Januar seinen 95. Geburtstag feiert, hat in seiner langen Karriere zahlreiche Rollen gespielt und sich als einer der bedeutendsten Schauspieler des Films etabliert. Vor kurzem postete er auf Facebook ein kurzes Video von seinem Krafttraining, in dem er auf einem Stuhl sitzt und eine Hantel stemmt. Er betonte, dass er sich stets fit gehalten habe, um für die Dreharbeiten bereit zu sein. Allerdings sei er nie ins Fitnessstudio gegangen, sondern habe lieber Tennis, Schwimmen oder Reiten betrieben.

Eine beeindruckende Filmkarriere

Seit den 1960er Jahren hat Duvall über 130 Film- und Fernsehauftritte absolviert, darunter in Klassikern wie „Der Pate“ und „Apocalypse Now“. Der Star ist bis ins hohe Alter immer noch vor der Kamera aktiv. Im Jahr 2022 war er in dem Netflix-Sportdrama „Hustle“ an der Seite von Adam Sandler und Queen Latifah zu sehen. Zudem drehte er mit Christian Bale den Mystery-Thriller „Der denkwürdige Fall des Mr Poe“.

Im hohen Alter bleibt Duvall auch weiterhin im Fokus der Filmbranche. In dem Justizdrama „Der Richter – Sein wichtigster Fall“ spielte er als schwierige Vaterfigur seinem Leinwandsohn Robert Downey Jr. die Stirn. Für diese Rolle wurde er mit 84 Jahren zum siebten Mal in seiner Laufbahn für den Oscar nominiert.

Sieben Oscar-Nominierungen und eine Auszeichnung

Duvalls erste Oscar-Nominierung erhielt er für seine Rolle als angenommener Sohn von Vito Corleone (Marlon Brando) und Mafia-Anwalt Tom Hagen in „Der Pate“ (1972). Danach folgten Nominierungen für seine Darstellung als durchgeknallter Lieutenant Colonel Kilgore in „Apocalypse Now“, als brutaler Marine-Pilot und Familienvater in „Der große Santini“ und schließlich für das Melodram „Der große Santini“.

Im Jahr 1984 gewann Duvall endlich den Oscar für seine Rolle als alkoholsüchtiger Country-Sänger Mac Sledge in „Das Comeback der Liebe“ („Tender Mercies“). In dem Filmdrama „Apostel!“ (1997) spielte er nicht nur die oscarnominierte Hauptrolle eines von der Polizei gesuchten Predigers, sondern war zudem als Regisseur, Autor und Produzent beteiligt. Eine weitere Nominierung folgte 1999 für seine Nebenrolle in dem Drama „Zivilprozess“ an der Seite von John Travolta.

Vorliebe für Western-Rollen

Duvall selbst sah sich am liebsten in Western-Rollen. An der Seite von John Wayne spielte er 1969 in „Der Marshal“ den berüchtigten Banditen Ned Pepper. Millionenpublikum kennt ihn aus der Western-Serie „Weg in die Wildnis“ (Lonesome Dove). In einem Video auf Facebook gab er kürzlich bekannt, dass seine Lieblingsrolle der Texas-Ranger Augustus McCrae aus der Hit-Serie „Weg in die Wildnis“ sei. Der Dreh sei einer der Highlights seines Lebens gewesen. Mit ihm standen Tommy Lee Jones, Diane Lane und Anjelica Huston vor der Kamera.

Kindheit auf der Farm und militärische Wurzeln

Als Kind verbrachte Duvall viel Zeit auf der Farm seines Onkels im ländlichen Montana. Hätte er sich nicht für die Schauspielerei entschieden, wäre er bestimmt Cowboy geworden, erzählte er 2020 im Interview der US-Zeitschrift „Cowboys and Indians“.

Der im kalifornischen San Diego geborene Sohn eines Admirals zog mit der Familie viel um. Seine Eltern hätten ihn zur Schauspielerei überredet, blickte Duvall 2020 im Interview des Militär-Journals „We Are The Mighty“ auf seine Karriere zurück. Er habe an einem kleinen College Drama studiert und dort seine Liebe zur Schauspielerei entdeckt.

Vorbilder und Zusammenarbeit mit Stars

Sein eigenes Idol war Marlon Brando, mit dem er in „Ein Mann wird gejagt“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ die Leinwand teilte. „Er war bahnbrechend“, schwärmte Duvall im Interview von „We Are The Mighty“. Brando habe die Schauspielwelt umgekrempelt.

Auch mit Tom Cruise habe er gerne gearbeitet, erzählt Duvall. Zusammen standen sie für den Rennfahrerstreifen „Tage des Donners“ (1990) und den Kriminalfilm „Jack Reacher“ (2012) vor der Kamera.

Vierte Ehe mit Argentinierin

Auf die Frage, worauf er im Leben und in seiner Karriere am stolzesten sei, kam Duvall auf seine vierte Ehefrau Luciana Pedraza zu sprechen. „Wir haben eine schöne Beziehung“, sagte der Leinwandveteran. Er schwärmte von ihren Kochkünsten und ihrem Martial-Arts-Kampfgeschick.

Seit 2005 ist der kinderlose Schauspieler mit der gebürtigen Argentinierin verheiratet. Am 5. Januar haben sie doppelten Grund zum Feiern: Duvall ist auf den Tag genau 41 Jahre älter als seine Frau.

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