„Was zur Hölle ist los?“: „Star Trek“-Serienmacher täuschen Sci-Fi-Star und machen einen anderen Darsteller zum Sündenbock

Michael Dorn und seine Ambitionen als Regisseur in „Star Trek“

Michael Dorn ist vor allem bekannt für seine Rolle als Worf, dem klingonischen Offizier der Sternenflotte, der in verschiedenen „Star Trek“-Serien wie „The Next Generation“, „Deep Space Nine“ sowie in der dritten Staffel von „Picard“ auftrat. Doch Dorns Engagement für die Serie ging über seine Schauspielerei hinaus. Er führte auch Regie bei drei Folgen von „Deep Space Nine“ und einer Episode von „Enterprise“. Ursprünglich hatte er sogar mehrere Episoden der Serie „Star Trek: Enterprise“ inszenieren sollen. Doch eine unerwartete Situation verhinderte dies.

In einem Gespräch mit den Darstellern Connor Trinneer (Trip Tucker) und Dominic Keating im Podcast „The D-Con Chamber“ erzählte Dorn über seine damalige Erfahrung. Sein Kontakt zu „Enterprise“ entstand im Zusammenhang mit dem Film „Star Trek: Nemesis“. Die Besetzung von „The Next Generation“ war ursprünglich nicht verpflichtet, für diesen letzten Film zurückzukehren. Dorn zeigte sich unzufrieden mit dem Drehbuch – besonders, weil sein Charakter kaum vorkam. Daher stellte er bei den Vertragsverhandlungen eine klare Forderung:

„Aber sie sagten: ‚Was willst du?‘ Und ich sagte: Ich will Regie führen… Und ich sollte drei Folgen von ,Enterprise’ machen. Drei oder vier. Und das war mein Fehler, denn… Sie sagten: ,Schau, wir garantieren dir eine und geben dir drei pay-or-play.’ Und ich hätte sagen sollen: ,Nein. Garantie.’ Und so machte ich die eine, und sie zahlten mich für die anderen drei aus.“

Dorns Versuche, mehr Einfluss auf die Serie zu nehmen, wurden jedoch nicht immer unterstützt. Die Episode „Zwei Tage auf Risa“ war die vorletzte Folge der ersten Staffel und zeigte die Crew beim Landurlaub auf dem Planeten Risa. Dorn hätte in der zweiten Staffel weitere Folgen inszenieren sollen – mit der Möglichkeit auf mehr. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen wurde ihm ein Grund genannt, der ihn schockierte:

„Es war extrem enttäuschend, weil man sich denkt: ,War ich so schlecht?’ Dass sie sagen: ,Den wollen wir nie wiedersehen.’ Es war einfach schrecklich… Und dann riefen meine Agenten dort an und fragten: ,Was zur Hölle ist los?’ Und sie sagten: ,Scott Bakula hasste Michael.’ Das ist Bullshit. Und deswegen wollten sie mich nicht.“

Scott Bakula, der Captain Jonathan Archer in der Serie spielte, wurde also als Grund vorgeschoben – doch diese Behauptung hielt keiner Überprüfung stand. Connor Trinneer und Dominic Keating machten im Podcast deutlich, dass sie diese Aussage nicht glaubten. Keating meinte dazu:

„Es ist ganz schön unverschämt, Scotts Namen als Ausrede zu benutzen.“

Auch Michael Dorn selbst habe schnell erkannt, dass die Behauptung nicht der Wahrheit entsprach:

„Weißt du was, ich hatte mit Scott gesprochen. Er war in London bei Patrick [Stewart] zu Hause, und [wir] hatten eine wunderbare Zeit. Und ich wusste, dass es nicht stimmte. Scott [und] alle Schauspieler*innen der Serie waren absolute Profis. Da spielte sich kein ,Zeug’ hinter den Kulissen ab.“

Dorns Erfahrungen zeigen, wie komplex die Dynamik hinter den Kulissen einer beliebten Sci-Fi-Serie sein kann. Obwohl er nur eine Episode inszeniert hat, blieb seine Beziehung zu „Star Trek“ weiterhin stark. Fans können sich die „Star Trek: Enterprise“-Folge von Dorn wie alle anderen Folgen und Filme im Angebot von Paramount+ anschauen. Wer noch kein Abo bei dem Streamingdienst hat, kann sich hier eine Mitgliedschaft sichern.

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