„Nicht losgelassen“: Marvel-Star erzählt über Therapie nach schwieriger MCU-Rolle
Michael B. Jordan und die psychische Belastung durch seine Rolle als Erik Killmonger
Die Darstellung von komplexen Figuren in Filmen erfordert oft mehr als nur schauspielerische Fähigkeiten. Besonders bei Rollen, die tiefgründige Emotionen und moralische Ambivalenz verlangen, können Schauspielerinnen und Schauspieler eine intensive psychische Anspannung erleben. Michael B. Jordan, der in „Black Panther“ den Antagonisten Erik Killmonger verkörperte, ist ein Beispiel dafür, wie intensiv solche Rollen sein können – und welche langfristigen Auswirkungen sie haben können.
Erik Killmonger ist kein typischer Bösewicht. Seine Motive sind nachvollziehbar: Er kämpft für eine bessere Welt für Schwarze Menschen, die nicht im paradiesischen Wakanda aufgewachsen sind. Doch seine Methoden, sein Misstrauen und seine Sturheit machen ihn zu einem konträren Gegner T’Challas. Um diese Figur authentisch darzustellen, musste sich Michael B. Jordan intensiv vorbereiten.
Die Isolation während der Vorbereitung auf die Rolle
In einem Interview mit CBS Sunday Morning erzählte der Schauspieler, dass er sich während der Vorbereitung auf die Rolle fast vollständig isoliert hat. Er lebte für eine Weile so, wie Erik Killmonger gelebt hätte. Dieser Ansatz war Teil seines Method-Acting, das ihm helfen sollte, die Nuancen der Figur zu verstehen. Allerdings hatte dieser Weg auch Folgen.
Zitat:
„Für eine Weile habe ich kaum mit meiner Familie gesprochen. Ich habe mich ein Stück weit isoliert, habe mich sozusagen in mein eigenes Loch verkrochen und habe versucht, eine Zeit lang so zu leben, wie er gelebt hätte.“
Dieser Prozess war für Jordan emotional belastend. Nach dem Film blieb die Rolle lange in seinem Kopf. Er selbst sprach über die Notwendigkeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit den Erfahrungen umzugehen.
Die langfristigen Auswirkungen der Rolle
Michael B. Jordan betonte, dass die Figur Erik Killmonger nicht einfach verschwand, nachdem die Dreharbeiten beendet waren. Stattdessen blieb sie in seiner Psyche.
Zitat:
„Jede Figur lebt irgendwie weiter, weißt du? Sie verschwinden nicht. Sie sind da.“
Diese Aussage unterstreicht, wie tief die emotionale Verbindung zu einer Rolle sein kann. Jordan suchte nach Lösungen, um abzuschalten und sich mental zu regenerieren. Er ging zur Therapie und sprach über seine Erfahrungen. Glücklicherweise fand er Unterstützung und konnte die Rolle schließlich loslassen.
Der Erfolg des Films und die Bedeutung der Rolle
Trotz der psychischen Belastung war die Darstellung von Erik Killmonger ein Meilenstein. „Black Panther“ wurde 2018 zum zweiterfolgrechsten Film des Jahres, mit einem weltweiten Einspielergebnis von 1,34 Milliarden US-Dollar. Die Rolle trug maßgeblich dazu bei, dass der Film sowohl kritisch als auch kommerziell erfolgreich war.
Zudem legte die Figur den Grundstein für die Konsequenzen in „Black Panther: Wakanda Forever“, einem Film, der die Erinnerung an Chadwick Boseman, der 2020 verstarb, würdigt.
Wichtige Hilfsangebote für psychische Belastungen
Psychische Belastungen durch Arbeit oder Leben sind ein ernstes Thema, das nicht ignoriert werden sollte. Wer sich betroffen fühlt, sollte nicht zögern, sich Hilfe zu suchen.
- Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222
- Online-Chats mit Seelsorger*innen
- Website der Deutschen Depressionshilfe für weitere Informationen und Anlaufstellen
Es ist wichtig, über solche Themen zu sprechen und sich nicht allein zu fühlen. Jeder Mensch verdient Unterstützung, wenn es schwierig wird.
Abschluss
Michael B. Jordans Erfahrung mit der Rolle als Erik Killmonger zeigt, wie tief die Verbindung zwischen Schauspieler und Figur sein kann. Es ist ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, auf die psychische Gesundheit zu achten – sowohl in der Filmindustrie als auch im Alltag.

