Nicole Kidman und Keith Urban: Sorgerechtsstreit weckt Erinnerungen an Tom Cruise-Scheidung auf
Nicole Kidman setzt sich im Sorgerechtsstreit mit Keith Urban durch
Die Scheidung von Nicole Kidman und Keith Urban, die bereits im September 2025 bekannt gegeben wurde, scheint auf den ersten Blick ruhig und sachlich verlaufen zu sein. Doch hinter der scheinbar nüchternen Vereinbarung verbirgt sich ein intensiver Streit um das Sorgerecht für ihre gemeinsamen Töchter. Die Schauspielerin hat sich dabei entschlossen, nicht denselben Fehler zu wiederholen, den sie in ihrer früheren Ehe mit Tom Cruise erlebte.
Ein ungewöhnliches Sorgerechtsmodell
Laut Unterlagen, die US-Medien am 6. Januar 2026 vorlagen, wird Nicole Kidman künftig ihre Töchter Sunday Rose (17) und Faith Margaret (15) an 306 Tagen im Jahr bei sich haben. Keith Urban steht lediglich 59 Tage zu – jeweils jedes zweite Wochenende von Samstagmorgen bis Sonntagabend. Obwohl diese Regelung nach außen hin sachlich wirkt, war sie intern offenbar stark umkämpft.
Ein Insider berichtete gegenüber der “Daily Mail”, dass Keith Urban zunächst gefordert hatte, gleich viel Zeit mit seinen Töchtern zu verbringen. Diese Forderung habe Nicole Kidman schwer getroffen, da sie aus eigener Erfahrung wisse, wie stur er sein könne. Sie sei besorgt gewesen, dass er nicht nachgeben würde.
Erinnerungen an die Scheidung von Tom Cruise
Nach Angaben einer weiteren Quelle kämpfte Nicole Kidman so entschlossen um das Sorgerecht, weil ihr dieses Recht in ihrer Scheidung von Tom Cruise nicht gewährt worden war. Obwohl beide Elternteile nach der Trennung 2001 gemeinsames Sorgerecht für die adoptierten Kinder Isabella und Connor erhalten hatten, entschieden sich die Geschwister später dafür, überwiegend bei ihrem Vater zu leben. Dieser Erfahrung, die Kidman bis heute prägt, ließ sie nicht noch einmal passieren.
Praktische Gründe und emotionale Konsequenzen
Neben emotionalen Altlasten spielten auch praktische Aspekte eine Rolle. Keith Urban hat eine Reihe von Tourterminen vor sich, und sein Zeitplan ist weniger flexibel als der von Nicole Kidman. Die Oscarpreisträgerin genieße es, zu Hause zu sein, wenn sie nicht dreht, und könne ihre Töchter auch mit ans Set nehmen.
Trotzdem brauchte es laut einem Informanten „viel Überzeugungsarbeit“, bis Urban den Bedingungen zustimmte. Der Informant erklärte, dass Teenager mehr Unterstützung ihrer Mutter benötigen und Keith wusste, dass er vor Gericht keine Chance hätte. Daher gab er schließlich nach, was die Scheidung endgültig besiegelte.
Verpasste Feiertage und innere Zerrissenheit
Aus Kidmans Umfeld heißt es jedoch, dass das Sorgerecht nie ein Streitpunkt war. Ein Insider betonte gegenüber „Page Six“, dass Nicole und Keith sich einvernehmlich auf eine Sorgerechtsvereinbarung geeinigt hätten. Während Kidman weiterhin mit ihren Töchtern im Familienhaus in Nashville lebt, soll Urban bereits im Sommer 2025 ausgezogen sein und mit der neuen Realität kämpfen.
Besonders schmerzhaft seien für ihn die verpassten Feiertage gewesen. Thanksgiving, Weihnachten, Faiths 15. Geburtstag Ende Dezember und der Jahreswechsel fanden angeblich ohne ihn statt. Vor allem Faiths Geburtstag zu verpassen, sei „herzzerreißend“ für Keith gewesen und habe sich „wie ein Schlag in die Magengrube“ angefühlt. Eine Quelle sagte, er fühle sich „völlig verloren“ und wisse „nicht mehr, wo sein Zuhause ist“.
Eine tiefgreifende Entscheidung
Nicole Kidman hatte im September 2025 die Scheidung eingereicht und unüberbrückbare Differenzen angegeben. Trotz Gerüchten über eine Affäre Urbans hieß es aus ihrem Umfeld: „Manchmal laufen Beziehungen einfach aus.“ Dennoch zeigt der Blick hinter die Kulissen, dass diese Trennung kein leiser Abschied war, sondern ein emotionaler Kraftakt. Besonders für eine Mutter, die alles daransetzte, ihre Kinder nicht noch einmal loslassen zu müssen.

